Freiwillige Feuerwehr Tiffen

Gemeinde Steindorf am Ossiacher See

FEUERWEHR NOTRUF 122

Willkommen in Tiffen

Dort, wo die Gerlitze, der südlichste Eckpfeiler der Kärntner Nockberge, mit ihren Ausläufern in das breite Feldkirchner Becken übergeht, liegt die historisch interessante Ortschaft Tiffen.


Tiffen Panorama

Eng angeschmiegt an den mit Sträuchern und sonstigem Gehölz verwachsenen Burg- oder Kirchbühel ist Tiffen, in grauer Vorzeit noch an den Gestaden des Ossiacher Sees gelegen, ein besonderes Kleinod Kärntens. Mit seinen vielen historischen und sagenumwobenen Vorkommnissen und Begebenheiten stellt der Ort eine wahre Fundgrube für Historiker und Brauchtumsforscher dar. Beginnen wir unsere Betrachtungen mit der altehrwürdigen Kirche. Es kann als sicher angenommen werden, daß das Gotteshaus auf den Fundamenten eines den Göttern Jupiter, Herkules und Bacchus geweihten römischen Heiligtums erbaut worden ist. Viele Funde deuten auf diese Tatsache hin. Die Fundstücke und Relikte - meistens waren es Marmorplatten mit eingemeißelten römischen Bildmotiven - wurden in die Kirchen- bzw. Friedhofsmauer eingesetzt. In der westlichen Kirchenmauer wurden zwei Marmorplatten eingemauert, darstellend zum einen eine tanzende "BaccHantin" und zum anderen zwei Hunde, die einen Hasen zerfleischen. Ein besonders interessantes Relikt mit keltischen und römischen Inschriften befindet sich links vom kleinen Friedhofseingang. Die Kirche, welche dem heiligen Jakobus dem Älteren, Patron der Pilger, geweiht ist, gehört zu den Urpfarren Kärntens. Sie zeigt im Gesamtbild Anlagenteile, die auf ein vorromanisches oder karolingisches Bauwerk hindeuten. Die Kirche wurde 1058 zum erstenmal urkundlich erwähnt und befand sich im Besitz des Grafen von Eppenstein. Der gesamte Burg- oder Kirchenbühel war im Mittelalter mit einer alles beherrschenden und von hohen Wehrmauern umgebenden Burganlage bebaut. Reste der Wehrmauer und eines Wachturms sind heute noch in der Nähe des "Georgi-Kreuzes" zu sehen. Zur Burganlage gehörte auch ein stattlicher Meierhof, der sich auf dem unteren Vorplateau befunden und ebenfalls (heute als Bauernhof zum vig. Gschlosser) die Zeiten überdauert hat. In diesem Meierhof residierte der "Major- Domus", übersetzt der Hausmeier, als oberster Beamter und Sachwalter seiner Grundherrschaft. Er war darüber hinaus mit allen Vollmachten, einschließlich des Richteramtes, ausgestattet. Um so einen Hausmeier - er wurde landläufig auch als ,Pfleger " bezeichnet - rankt sich Tiffens bekannteste Sage, die von Generation zu Generation weitererzählt und in fast allen deutschsprachigen Sagenbüchern als die Pilgerlegende oder die "Tauben von Tiffen" Eingang gefunden hat.

Die rührselige Geschichte sollte, wenn auch in stark verkürzter Form, in der Homepage der FF-Tiffen erwähnt werden.
 


Tiffen um 1912

Es wird irgendwann im 15. Jahrhundert gewesen sein. Wieder einmal war ein Wallfahrerzug aus der Steiermark nach Tiffen gekommen, um beim heiligen Jakobus ihre Bitten und Anliegen vorzubringen. Wie üblich, übernachteten sie im einzigen Gasthof des Ortes, beim "Weinwirt" (heute Rauchenwald). Des Wirtes Töchterlein verliebte sich in einen jungen Burschen aus der Wallfahrergesell-schaft. Dieser, weil er bereits verlobt war, wollte von dem Mägdelein nichts wissen. Wegen der verschmähten Liebe und aus Rachsucht ließ das Wirtstöchterlein den silbernen Trinkbecher ihres Vaters im Ranzen des Jünglings verstecken.
Als nun zu Mittag der Wirt beim Essen seinen silbernen Trinkbecher vermißte, gab ihm seine Tochter zu wissen, daß nur der besagte Jüngling den Becher gestohlen haben könne. Der vom Vorfall in Kenntnis gesetzte Pfleger schickte den sich auf dem Heimweg befindlichen Wallfahrern seine Häscher nach. Und als diese im Ranzen des Jünglings dem vermißten Becher fanden, brachten sie den Jungen zum Pfleger zurück. Dieser, ein überaus strenger Mann, verurteilte den Jüngling zum Tode, worauf er von den Henkersknechten zur "Tiffner Richtstätte", dem sogenannten Galgenbichel, geführt wurde. Der weinende Jüngling rief Gott zum Zeugen seiner Unschuld an, jedoch der Henker waltete unerbittlich seines Amtes.
Nach drei Tagen kamen die Eltern des Jungen zurück und wollten noch einmal nach ihrem Sohn sehen. Als sie ihn noch lebend in den Schlingen hängend antrafen, eilten sie sofort zum Pfleger und berichteten ihm, daß ihr Sohn noch lebe und baten den hohen Herrn, der gerade beim Mittagmahle saß, er möge ihren Sohn freilassen. Darauf schrie der hartherzige Mann die Eltern barsch an: "Euer Sohn ist schuldig und schon längst tot. So wahr diese vor mir auf dem Teller liegende gebratenen Tauben nicht mehr wegfliegen können, so wahr ist euer Sohn auch nicht mehr lebendig!" In diesem Augenblick streckten die gebratenen Tauben ihre Flügel aus und entfleuchten, laut gurrend, durch das offenstehende Fenster ins Freie.
Darob erschrak der strenge Pfleger bis in sein Innerstes. Er erkannte seinen Irrtum sowie Gottes Fügung und ließ den Jüngling frei.

Dieses Ereignis ist ein Bestandteil der St.-Jakobus-Legende und ist als Tiffner Pilgerwunder in die geistige Geschichte des Ortes eingegangen.


Tiffen um 1927

Die Ortschaft Tiffen wurde im Jahre 878 als Ort am "roten Felsen" zum erstenmal offiziell in den damals geführten Aufzeichnungen genannt. Sein Ursprung geht, wie schon erwähnt, bis in die keltische und später romanische Zeit, als Kärnten innerhalb der Provinz Noricum zum Römischen Reich gehörte, zurück. Um diese Zeit hatten schon die Kelten und später die Römer in den Steinbrüchen von und um Tiffen kostbaren Marmor abgebaut und in der Umgebung sowie am Saurachberg nach norischem Eisen geschürft. Das Erz wurde in Feldkirchen verhüttet and anschließend über die durch Tiffen führende Römerstraße, entlang des Ossiacher­See-Nordufers nach Villach, über Tarvis und das Kanaltal nach Süden transportiert. Die sagenumwobene und historische Vergangenheit ist bei weitem nicht alles, was dieser idyllische Ort zu bieten hat. Das kulturelle Leben in der kaum 600 Seelen zählenden Gemeinschaft würde mancher mittelgroßen Stadt alle Ehre machen.
In einer überaus rührigen Dorfgemeinschaft sind nicht weniger als sieben selbständig wirkende Vereine zusammengefaßt. Beginnend mit der wahrscheinlich aus dem 18. Jahrhundert, der Zeit der Türkenkriege, stammenden Schützengarde mit weißer Hose, rotem Waffenrock und schwarzem Tschako samt weißem Federbusch über eine Trachtenkapelle, Trachtenfrauen, Männergesangsverein, Gemischten Chor, Volks- and Schuhplattlerverein bis zu einer Freiwilligen Ortsfeuerwehr strotzt das Dorf von kulturellen und brauchtumsorientierten Aktivitäten.

Einer der schillerndsten und berühmtesten Söhne Tiffens war SWITBERT LOBISSER. Er wurde im Jahr 1878 als Sohn des damaligen Schulleiters Franz Lobisser im ehemaligen Pfarrhaus geboren. Er hat schon als kleiner Bub in der Volksschule die ersten künstlerischen Gehversuche unternommen. Leo, so sein richtiger Taufname, hatte nach seinem Eintritt in das Benediktinerstift St. Paul im Lavanttal den Vornamen Switbert angenommen. Später, als er mit päpstlicher Dispens das Kloster wieder verlassen hatte, behielt er diesen Vornamen auch weiterhin bei. Switbert Lobisser war als Künstler weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt. Seine besondere Liebe galt den überaus schwierig zu schaffenden Holzschnitten.
Seine vielen Ausstellungen im In- and Ausland brachten ihm viele Ehrungen und Staatspreise ein. Er wurde unter anderem mit dem selten verliehenen "Mozart­Preis" ausgezeichnet. Viele seiner Werke sind auch in Tiffen zu bewundern. Ein bleibendes Denkmal hat er sich mit dem auf der Ostseite der Tiffnerkirche, zu Ehren der in den Weltkriegen gefallenen Söhne Tiffens, geschaffenen Fresko "Christus mit sterbenden Soldaten" gesetzt. Das gesamte Werk Switbert Lobissers umfaßt über 1000 Ölbilder, Hunderte von Holzschnitten und Fresken.
Der größte Teil seines künstlerischen Nachlasses befindet sich in den Repräsentationsräumen des Stiftes St. Paul im Lavanttal und ist dort für die Öffentlichkeit zugänglich.
Switbert Lobisser ist 65jährig, im Jahre 1943, in Klagenfurt verstorben.


Tiffen Kirche

Zur historischen und künstlerischen Beschreibung Tiffens gehört auch die wirtschaftliche Entwicklung des Ortes. Im Laufe der jüngsten Vergangenheit hat sich Tiffen samt den umliegenden Ortschaften zu einer bezaubernden Fremdenverkehrs- und Urlaubsregion entwickelt. Die Nähe zum Ossiacher See und das gesunde Waldklima der Gerlitzenausläufer sowie die weitere naturbelassene Umgebung machen einen Aufenthalt in Tiffen zu einem wahren Erlebnis. Schöne, erholsame Spaziergänge in leichtem alpinen, gut markiertem Gelände sind ein echter Gesundbrunnen für jung und alt.
Nette und gutgeführte Gästeheime, Urlaub auf dem Bauernhof mit direktem Kontakt zu biologisch ausgerichteten Lebensformen sowie modernst eingerichtete, mit allen Komfort ausgestattete Gasthöfe bieten dem Besucher Tiffens eine angenehme körperliche Erholung und seelisch-geistige Erbauung. Zusammengefaßt gesagt: Tiffen und seine nicht minder aufgeschlossene Umgebung sind ein Juwel in der Region Feldkirchen-Ossiacher See, welches man in seiner Urwüchsigkeit und seinem reichen Brauchtumsleben gesehen and erlebt haben muß.

Komm und überzeuge dich selbst!
Mit einem "Herzlich willkommen in Tiffen!"
laden wir Dich ein, uns einmal zu besuchen.

 

Chronik

 

Mannschaft


Gründungsfoto 1895


1927


1995


2004


Besuch anlässlich des 125-Jahr Jubiläums der FF Kirchrode (14-16.06.2013)


2014

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Ausschuss


2004

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Gruppen


2005 BronzeA


2004 Stufe 4

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Sonstiges

Auf der Eisbahn beim GH Huber gab es einen spannenden Kampf um Essen, Getränk und um das Bahngeld. Die FW Bodensdorf gewann das Essen und das Bahngeld die FW Tiffen nur das Getränk. Die Bodensdorfer waren einfach an diesen Abend die besseren Eisschützen.

Eisschuss Vergleichskampf Freiwillige Feuererwehr Bodensdorf gegen Freiwillige Feuererwehr Tiffen 07.02.2006

7.Platz beim Feuerwehr Bezirks-Eisschiessen am Seitenberg durch
Manfred Weissenbacher, Johannes Reimann, Günter Kofler und Walter Ruppnig
Fanclub Ernst Feichter,


Bez. Feuererwehr Eisschiessen 15.01.2006

Die Silbermedaillen vom Vorjahr für die Feuerwehr verteidigt von
Walter Riepl, Günter Kofler, Johannes Reimann u. Gert Wutte


DG Eisschiessen 07.01.2006

Die Kameradschaft der FF Tiffen bedankt sich für die Spende
eines Rasenmäher bei Herrn Hermann LINDER


Übergabe 03.09.2005

Günter in luftiger Höhe bewacht von Manfred und Walter


30.04.2005

2. Platz bzw. Silbermedaillen für die Feuerwehr durch
Walter Riepl, Johannes Reimann, Walter Ruppnig u. Ernst Feichter


DG Eisschiessen 08.01.2005

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